ANTONINA BUSINGER 

FLEURS DANS MA TÊTE

16. August 2019

Antonina Businger (*1990 in Zürich) setzt sich in ihrer Arbeit mit Schnittstellen, Zwischenräumen und Reaktionen auseinander. Ihre Bilder resultieren aus Tagträumen in denen sie ihre Gedankengänge über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in ihren Arbeiten darstellt. Ausgehend

von der Frage, was Malerei ist und wie sie funktioniert, reflekriert sie das Problem der Setzung. Ihre additive Arbeitsweise beginnt mit einer Vorstellung, darauf folgt die erste Setzung des Grundes, fortlaufend wird nach dem Trocknungsprozess verdichtet oder radiert. «Es ist immer das Problem von Setzungen, entweder möchten sie zu viel oder zu wenig oder sie können es gar nicht.» Sie geht von einer Idee aus, dann aber übernimmt das Bild und sie verliert dabei die Kontrolle. «Es darf nicht auf dieser banalen, marginalisierten Frage und Antwort beruhen – es braucht mehr.» Mit der bewussten Wahl des Trägers, demonstriert sie ihr spielerisches und permutationsorientiertes Denken. Im Gegensatz zur ungegenständlichen Malerei kombiniert sie Sujet mit Abstraktion und lässt den Raum dazwischen offen. Diese Lücke lässt Interpretation zu und macht aus dem Betrachter in seiner eigenen Vorstellungskraft ein visuell Mitwirkender, der das Bild in seinen Endzustand denkt.

 

– Maélys de Blanc

© 2019 AT Studio GmbH